WT aus meiner Sicht
Ich wurde in St. Pölten der heutigen Landeshauptstadt Niederösterreichs geboren und kam Anfang der 8oer Jahre nach Göttingen wo ich WT kennenlernte.
Ich hatte mich bis dahin mit Boxen, Karate und malayischem Silat beschäftigt .
Ich erkannte dass WT für mich Der Weg zum intuitiven Handeln ist, da die Prinzipien des WT’s in allen Lebensbereichen anwendbar und nicht nur in der Kampfkunst umsetzbar sind. Da WT ein System der Anpassung ist unterliegt es genauso dem Wandel der Zeit wie die Menschen die es ausüben. Es formt die Menschen die es praktizieren und wird umgekehrt von genau diesen kreiert und entwickelt.
Ich möchte mit diesen Zeilen die Entwicklungsgeschichte der einzigartigen Kampfkunst Wing Tsun in den letzten 27 Jahren aus meiner Sicht als kurze Zusammenfassung darstellen.
1982 begann ich in einem Hinterhof in Herzberg WT zu trainieren. Damals ahnte ich noch nicht dass daraus ein Studium werden würde, das mich durch alle Höhen und Tiefen des Lebens begleiten und einen so intensiven Einfluss auf mich nehmen würde. Von Anfang an habe ich WT als einen Spiegel zur Selbsterkenntnis gesehen – der mir meine eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten vor Augen hält und mir die Möglichkeit gibt an mir zur arbeiten um mich körperlich – menschlich und seelisch weiter zu entwickeln.
Vieles hat sich seitdem verändert – Anfangs lernten wir unsere Formen und Anwendungen später kam das Chi-Sao Training dazu bis Sifu Kernspecht das Lat Sau einführte wodurch es erstmals möglich war Kampfprogramme ohne Stopps zu trainieren und das Chi-Sao einfließen zu lassen .
Das ChiKung Training gab mit
der Gesundheits – SNT dem Schüler die Möglichkeit die meditativen und gesundheitlichen Aspekte mit einzubeziehen. Diesen heilenden und vorbeugenden Energiefluss zu üben und zu vertiefen ist in jedem traditionellen Kung-Fu System Basis und eng mit der Chinesischen Medizin verknüpft.
Durch dass Blitzdefence wurde eine realistische Kampfatmosphäre geschaffen die Aspekte wie Angst – Adrenalin – Vorkampfsituationen usw. mit einschloss – was eine Revolution in der Geschichte der Kampfkunst darstellte.
Eine große Bereicherung sind meiner Meinung nach die Übungsleiter und Trainerseminare. Sie geben dem Auszubildenden die Möglichkeit sich Hintergrundwissen anzueignen – vom Notwehrrecht über geschichtliches, chinesische Pädagogik, Unterrichtsmethoden und vieles mehr.
All die Jahre hindurch war ich stets bemüht nicht nur Verständnis für die Funktionsweise und die Grundidee des WT’s zu entwickeln, ich versuchte natürlich das von mir Verstandene einzutrainieren um es intuitiv umsetzen zu können.